Wegen einer Lebensmittelvergiftung ist fast eine komplette Hundertschaft der Polizei während des Karnevals in Köln in NRW krankgeschrieben worden. Die Polizeibeamten aßen verdorbenes Hühnerfrikassee, welches durch ein Cateringunternehmen ausgeliefert wurde.
Wie die Deutsche Polizeigewerkschaft (GdP) mitteilte, handelte es sich dabei um 103 erkrankte Polizisten. Die Polizeidirektion hingegen gab 80 erkrankte Polizeibeamte an.
Nach dem Genuss des Hühnerfrikassees traten bei den Beamten Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auf. Allen Polizisten geht es jedoch den Umständen entsprechend wieder gut. Einige müssen aber noch im Krankenhaus wegen Dehydrierung (Austrocknung) im Zuge der Vergiftung behandelt werden.
Wieso das Frikassee verdorben war, konnte bislang noch nicht geklärt werden. Fest steht aber, dass in der Küche des Caterers keine Verunreinigungen selbst festgestellt werden konnten. Die Polizei spekuliert nun mit einer mikrobiellen Verseuchung des Transportbehälters, mit dem das Hühnerfrikassee transportiert wurde.
Die Gewerkschaften fordern nun angesichts des Großausfalls ein Belieferungsverbot mit Speisen für Polizisten. „Wir haben es satt, ständig aufs Neue über verdorbenes Essen für die Polizei zu klagen“, teilte der Landesvorsitzende der GdP, Frank Richter, mit.
Zudem fügte er hinzu, dass ein Ausfall einer ganzen Hundertschaft wegen einer Lebensmittelvergiftung ein ernst zunehmendes Risiko sei. Sollte eine Hundertschaft bei einem Großeinsatz ausfallen, so könnte dies ernste Folgen nach sich ziehen.
Angesichts dessen fordert die GdP eine Wiederaufnahme der polizeieigenen Küchen und erklärte das Versorgungssystem durch private Cateringunternehmen als gescheitert.
Erst im Jahr 2011 wurden Polizeibeamte mit verschimmelten Putenschnitzeln und Schokoriegeln versorgt – und das am Rosenmontag durch ein Cateringunternehmen.